Die Geschichte der
Bäckerei Hock

Vom Holzofen zum Handwerk mit Herz

1912-1925

Der Anfang der Leidenschaft

Christian Hock (1899–1952), Bäckermeister, begann seine Ausbildung von 1912 bis 1914 in der Patisserie Reinhardt in Saargemünd. Nach Lehr- und Wanderjahren in fünf verschiedenen Bäckereien – unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg – legte er 1925 den Grundstein für das, was heute unsere Bäckerei Hock ist: den Bau und die Eröffnung der eigenen Backstube an der damaligen Hauptverkehrsstraße mit Schrankenbetrieb am Bahnhof.
An seiner Seite: Anna Hock, geb. Korst (1905–1973), die tatkräftig mitarbeitete. Im selben Jahr kam Sohn Ernst Christian (jun.) zur Welt, 1941 folgte sein Bruder Bernd.

1929–1949

Zwischen Aufbruch und Wiederaufbau

1929 erhielt die Bäckerei die Schankerlaubnis – und wurde so auch zum gemütlichen Treffpunkt, wo neben Kaffee und Kuchen auch mal ein Glas Wein oder Bier ausgeschenkt wurde. Sohn Ernst Christian Hock jr. (1925–1996) absolvierte 1940–1943 seine Ausbildung im elterlichen Betrieb, wurde dann Soldat im Zweiten Weltkrieg und kehrte erst 1949 nach langer Gefangenschaft in Russland zurück. Verheiratet war er mit Marianne Hock (1933–1986), die unermüdlich in der Bäckerei mitarbeitete. Die Kinder Ursula (Uschi) (geb.1958 und bis 2005 mit im Verkauf) und Ernst Christian (1962) wurden geboren. Vom März 1945 bis Juli wurde die Bäckerei von amerikanischen Truppen beschlagnahmt und zur Unterbringung befreiter russischer Kriegsgefangener genutzt. Durch unsachgemäße Nutzung wurde der Dampfbackofen zerstört. Während dieser Zeit zog die Familie in die Schreinerei Korst auf dem Kore (heute Bauernhof auf dem Kore) – dort backten sie in einem Feldbackofen Kommissbrot für die Bevölkerung.

der Bäcker bei der Arbeit daneben mit seiner Frau

1955-1980

Generationen und Wandel

Sohn Bernd Hock (1941–2003) erlernte von 1955–1958 das Bäckerhandwerk bei seinem Bruder Ernst Christian und unterstützte parallel die Landwirtschaft. In den 1970er-Jahren änderte sich die Lage des Betriebs: Durch den Bau der Bahnunterführung wurde die einstige Durchgangsstraße zur Sackgasse – eine Situation, die den Betrieb vor neue Herausforderungen stellte. Von 1988 bis 2003 war der Dienstags-Stammtisch im Café Hock legendär – ein Ort für Gespräche, Neuigkeiten und Nachbarschaft.

Drei Fotos Hockes Claudia mit Josephin und Paul mit Josehine

1977-heute

Familie, Handwerk & Herzblut

Ernst Christian Hock (genannt „Hockes“) (geb. 1962), trat 1977–1979 in die Fußstapfen seiner Familie und absolvierte seine Ausbildung im elterlichen Betrieb, später die Meisterausbildung in Hannover. Seitdem führt er die Bäckerei mit Leidenschaft – unterstützt von seiner Frau Claudia Hock-Holtstiege (hauptberuflich selbstständig mit Naturheilpraxis für chinesische Medizin), in Büro und Organisation, sowie den Kindern Paul (geb. 1997) und Josephine (geb. 2001). Josephine Hock, die vierte Generation, bringt seit 2023 frischen Wind in die Backstube: Nach ihrer Ausbildung zur Konditorin im Café Lolo in Saarbrücken, Stationen im Café Steigleiter und an der Meisterschule Koblenz, ist sie heute mit viel Kreativität und Fingerspitzengefühl im Familienbetrieb aktiv – und auf dem Weg zur Konditormeisterin.

Drei Fotos Hockes Claudia mit Josephin und Paul mit Josehine

Handwerk mit Teamgeist

In all den Jahren wurde die Bäckerei Hock von vielen fleißigen Händen begleitet. Heute sind wir ein Team aus 13 engagierten Menschen, die täglich dafür sorgen, dass Tradition und Geschmack weiterleben. Jede Generation hat ihren Teil beigetragen – und zusammen schreiben wir die Geschichte weiter: ehrlich, handwerklich, herzlich.

Das Team der Bäckerei Hock